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Paddel

Doppelpaddel

Das Doppelpaddel (Paddel) dient der Fortbewegung eines Kajaks durch Muskelkraft.

Zum Paddeln bedient man sich unterschiedlicher Schläge. Das Doppelpaddel besteht aus einem Schaft, an dessen beiden Enden sich je ein Paddelblatt zur Übertragung der Kraft auf das Wasser befinden. Manche Benutzer profitieren von einem sogenannten ergonomischem Schaft, bei dem der Winkel an der Griffstelle verändert wurde.

Die Blätter moderner Paddel sind zur ergonomischeren Führung meist 45 bis 90 Grad zueinander verdreht. In neuester Zeit wird beim Playboating wieder auf geringere Schränkungen von 0 bis 15 Grad zurückgegangen. Aber auch beim Seekajakfahren werden vermehrt neben dem Europaddel auch traditionelle Paddel wie die Grönlandpaddel verwendet, die im Allgemeinen nicht gedreht sind.

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Bild: Doppelpaddel von Prijon mit Smartschaft

 

Man unterscheidet rechts- und linksgedrehte Doppelpaddel. Die Richtung der Drehung, die ein Paddler verwenden sollte, hat – im Gegensatz zur verbreiteten Meinung – nichts damit zu tun, ob man Links– oder Rechtshänder ist. Es ist reine Gewöhnungssache.

Die Wahl der Länge für das Doppelpaddel ist abhängig von der Breite des Bootes und ob man eher entspannt oder sportlich paddelt. Beim sportlichen Paddelschlag sticht man das Paddel nahe am Boot ins Wasser und zieht es nach hinten. Somit wird der Weg für den Zug durch das Wasser länger und der Vortrieb stärker. Das erfordert aber auch mehr Kraft. Beim entspannten Paddeln ist der Winkel des Paddels beim Einstechen ins Wasser flacher und damit weiter entfernt vom Boot. Der Weg beim Zug durch das Wasser wird kürzer und man erhält einen geringeren Vortrieb pro Schlag. Auch die Breite des Bootskörpers hat einen Einfluss auf die Länge des Paddels. Je breiter das Boot ist, desto mehr ist man gezwungen das Paddel flacher einzustechen und desto länger sollte das Paddel gewählt werden. Im Freizeitbereich wird oft zwischen sportlichem und entspanntem Paddeln gewechselt. Deshalb gibt es auch Doppelpaddel mit variabel einstellbarer Länge.

Beim Seekajakfahren kann eine Paddelsicherung verwendet werden.

Paddel für den Wildwassereinsatz können mit einer Aluminiumkante gegen Verschleiß verstärkt werden.

 

Stechpaddel

Das Stechpaddel dient der Fortbewegung z. B. eines Kanadiers, Drachenbootes oder Auslegerkanus durch Muskelkraft. Das Stechpaddel besteht aus einem Schaft, an dessen Enden sich ein Knauf für die Hand und ein Paddelblatt zur Übertragung der Kraft auf das Wasser befinden. Der Knauf ist teilweise ein T-Griff bzw. Spatengriff (meist bei Kunststoffpaddel), teilweise ein Palmgriff (vielfach bei Holzpaddel). Zur näheren Beschreibung der Paddelteile siehe Paddel.

 

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Bild: Doppelpaddel von Prijon

Stechpaddel gibt es in unterschiedlichen Paddellängen, die durch die Schaftlänge und die Blattlänge bestimmt wird. Die richtige Paddellänge ist abhängig vom Einsatzbereich: Wildwasserpaddel haben ein kurzes, breites Paddelblatt, Wanderpaddel für Seen ein schmales langes. Die Paddellänge ist auch abhängig von der Sitzhaltung und -höhe im Boot: Rennkanadier werden aufrecht kniend gepaddelt und brauchen daher Paddel mit einem längeren Schaft. Als allgemein verwendete Methode für die richtige Paddellänge gilt: Das Paddel sollte beim stehenden Paddler etwa bis zum Kinn reichen. Diese Methode berücksichtigt aber nur die Gesamtlänge des Paddels, nicht aber die Einzellängen von Schaft und Blatt. Eine zuverlässigere Methode ist, die richtige Paddellänge nur an der Schaftlänge zu messen. Die soll beim im Kanu sitzenden Paddler vom Bootsboden bis zum Kinn reichen.

Quelle: Wikipedia